Folge #14 | Elektrifizierung als Zukunftsaufgabe - Im Gespräch mit Heiko Ensink
Shownotes
Elektrifizierung ist eine der großen Zukunftsaufgaben unserer Zeit. Doch was bedeutet das eigentlich für Unternehmen, Infrastruktur und unsere Energieversorgung?
Darüber sprechen wir in Folge 14 mit Heiko Ensink, Geschäftsführer der Vrielmann GmbH aus Nordhorn. Das Familienunternehmen beschäftigt heute rund 200 Mitarbeitende und zählt zu den führenden Spezialisten für elektrische Energieanlagen. Von Schaltanlagen und Trafostationen über Energiemanagement bis hin zu individuellen Lösungen für Industrie und Gewerbe begleitet Vrielmann seine Kunden bei der Energieversorgung von morgen.
Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die Herausforderungen und Chancen der Elektrifizierung: Warum steigt der Strombedarf? Welche Rolle spielen erneuerbare Energien, intelligente Netze und Energiemanagement? Und wie können Unternehmen die Transformation erfolgreich gestalten?
Eine Folge über Technik, Unternehmertum und die Frage, warum Elektrifizierung weit mehr ist als ein Trend – sondern eine entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende.
Transkript anzeigen
00:00:04: Willkommen in einer neuen Folge unseres Postcast.
00:00:07: Hier sind wieder Christian und Anke, wir sprechen hier mit Menschen die etwas bewegen im Handwerk, in Unternehmen, in unserer Region und ja manchmal auch darüber hinaus.
00:00:17: heute geht es um ein Thema das uns alle betrifft aber oft erst sichtbar wird wenn es nicht funktioniert.
00:00:22: Elektrifizierung und Energieinfrastruktur Bärmepumpen, Quotevoltaik, Ladeinfrastrukturen Industriegewerbe Digitalisierung all das braucht Strom und zwar nicht nur irgendwie, sondern zuverlässig sicher und intelligent verteilt.
00:00:37: Und genau da kommt unser heutiger Gast ins Spiel!
00:00:41: Wir sprechen mit Heiko Ensingh, Geschäftsführer der Friedmann GmbH aus Nordhorn, Klaus Heyde also aus unserem Nachbarlandkreis der Kraftschaft Bentheim und Friedmann kann man so sagen glaube ich elektrifiziert Infrastruktur mit Trafustationen Schaltanlagen Mittelspannung Wartungs-Service Netzplanungen allem was im Hintergrund laufen muss damit vorne Energie rauskommt.
00:01:04: Hab ich das so richtig gesagt, Heiko?
00:01:06: Das hast du richtig gedacht!
00:01:07: Sehr schön!
00:01:07: Vielen Dank für die Einladung euch beiden.
00:01:09: Schön dass du da bist wir freuen uns.
00:01:11: Ja äh...
00:01:12: Ich hatte ja am Donnerstag auf einer Mitarbeiterversammlung schon das Thema Elektriker oder heute Elektroniker und von daher ich bin ja als Heizungsbauer- oder Gaswasserinstallateur noch so aufgewachsen, dass wir uns gar nicht mit Elektro auseinandersetzen sondern da gibt es welche, die machen das Und ich glaube, in der heutigen Zeit ist es wichtiger denn eh sich zu vernetzen und Ich glaube Es wäre erst mal interessant zu hören was macht frielmann überhaupt?
00:01:39: weil ich glaube Elektrika elektronika da kann jeder aus mit anfangen aber friehlmann und mittelspannung und trafrostationen.
00:01:46: Ich glaube das ist für jeden noch nicht so klar.
00:01:48: also von daher wärmer cool Wenn du vielleicht mal erzählst, was Friedmann macht und vielleicht sagst du vorhin nochmal drei Sätze zu dir.
00:01:55: Wir kennen dich ja schon so ein bisschen, auch ein bisschen länger aus dem einen oder anderen Netzwerk.
00:01:59: aber auch da wär's cool wenn du mal drei Sätzen sagen würdest?
00:02:03: Ja, zu mir.
00:02:03: gerne einleitende Worte.
00:02:05: Heiko Ensing, ist es nevielzig Jahre alt, verheiratet drei Kinder, ein Hund und vier Hühner.
00:02:09: Kommt aus der Rasse.
00:02:10: Ach,
00:02:10: du bist jünger als ich!
00:02:11: Ja
00:02:11: tatsächlich, wahrscheinlich.
00:02:13: Natürlich nicht,
00:02:14: ne?!
00:02:16: Ja, wohne in der Niedergraschaft Bentheim.
00:02:19: Also ein bisschen weiter weg von Lingen und von Haselnünnel.
00:02:22: Bin jetzt seit ...
00:02:25: ja,
00:02:25: seit neunundneunzig bei Friedemann schon bekannt.
00:02:29: Ich habe damals meine Lehre gemacht.
00:02:30: Damals hieß es noch Elektroinstallateur und nicht Elektroniker.
00:02:35: Dann hab ich einen Studium gemacht, der Elektrotechnik.
00:02:38: Das war in der Stadt mit einem Buchstaben.
00:02:41: Ihr kennt die denke ich auch M-Den oben an der Nordsee.
00:02:45: Nach diesem Studium war ich dann bei dem Maschinenbohrer noch ein bisschen unterwegs und danach bin ich dann in der Firma Frilmann zurückgekehrt.
00:02:54: Zu seiner Zeit, wo ich meine Lehre gemacht habe waren wir immer so um die zwanzig-fünfundzwanzig Leute, die sich im Bereich des Schalterlagenbaues oder Schaltschrankbaus beschäftigt haben.
00:03:03: Damals natürlich noch viel mehr Klickerklackertechnik.
00:03:07: Heutzutage sind wir da schon relativ weit von weg von der Klackertechnik.
00:03:11: und gebe ich dir recht Christian!
00:03:14: Die verschiedenen Gewerke haben sich, glaube ich in den letzten Jahrzehnten immer dichter zusammenfinden müssen.
00:03:19: Weil die Grenze zwischen Energieformen und das ist dann warmes Wasser genauso wie Elektrotechnik, die verschwimmen teilweise und müssen auch verschwimmen weil wir halt Themen haben was macht oder wer isst Friedelmann?
00:03:34: Wir sind es im Jahr zwanzig nach Klaus-Heide gezogen, haben da neu bauen können, weil das alte Industriegebiet wo wir waren kein Platz mehr für uns bot.
00:03:42: Damals waren wir zum Umzug, zwei tausendzwanzig neunzig Mitarbeiter.
00:03:46: Jetzt sind wir hundertfünfundneinzig.
00:03:48: also während dieses Jahr wenn die neuen Lehrlinge anfangen auf jeden Fall die zwunderte Marke knacken kümmern uns um Energieprojekte.
00:03:57: Sechsten Siebzig ist das Ganze angefangen.
00:03:59: Wir sind ein Handwerksunternehmen von diesen knapp zweieinhalb Leuten.
00:04:03: Hundertfünfundneinzig Leuten sind über hundertvierzig hundert fünfzig elektrotechnische Leute, die wissen quasi was Phase ist, wenn man so will und Der Rest sind auszubildende, da sind wir so um die zwanzig immer an der Zahl.
00:04:16: Wir haben immer so eine zehnprozentige Ausbildungsrate.
00:04:19: Wir machen Energieprojekte von A bis Z das heißt ja von einer Netzberechnung von einer groben Idee, die vielleicht einmal irgendwie auf dem weißen Blatt Papier beginnt, machen wir daraus komplette Energieversorgungsprojekten im Bereich der Mittelspannung und Hochspannung.
00:04:34: Das heißt aber ihr seid ja eigentlich.
00:04:36: wenn man jetzt mal vom Endkunden denkt endet ihr ja vorm Einfamilienhaus.
00:04:41: Das heißt, ihr seid ja eher in der Netzverteilung also in der Infrastruktur unterwegs.
00:04:45: Im Haus selber wird Friedmann ja ich sag mal gibt's keinen Typen-Schild wo irgendwie Friedmann drauf steht sondern ihr seid eher da wo man euch gar nicht sieht?
00:04:57: Ja im Hause sind wir allenfalls vielleicht mal an der Wand im Form eines Schallschranks zu finden.
00:05:01: das ist aber eher selten der Fall weil wir ich sage mal was die Leistungen geht die wir verteilen etwas höher sind als für den üblichen Hausgebrauch.
00:05:11: Dennoch muss man sagen, durch diese ganze Thematik Elektrifizierung, Elektromobilität, Wärmepumpen, das kennst du selber.
00:05:16: Ein hoher elektrischer Bedarf an Energie.
00:05:19: wenn wir da irgendwie so Richtung Achtter, zehn oder zwölfer Block Wohnhaus bekommen dann kommt auch schon mal was vorne in den Garten reingestellt was dann vielleicht grün ist aber eine Farbe der Wahl hat und anfängt zu brummen und Energie verteilt
00:05:33: ja und ich glaube dass es vielen noch gar nicht so bewusst.
00:05:38: Wie kommt denn heute die Energie zu uns?
00:05:40: ein Haus, also wenn ich wirklich den Stecker in die Steckdose stecke habe ich Strom und man muss sich das ja auch so ein bisschen vorstellen.
00:05:46: Ich sage mal noch vor Jahren war alles sehr zentral geregelt durch AKWs und Kohlekraftwerke.
00:05:51: mittlerweile haben wir netz was deutlich dezentraler ist mit wie du gerade schon gesagt hast Fotovoltaikanlagen und da gibt es ja Produkte, die brauchen Strom und es gibt viele Photovoltaikanlage auch Produkte.
00:06:03: Die produzieren Strom und das ist glaube ich schon eine Herausforderung.
00:06:06: also wenn man sich das deutsche Netz so anschaut.
00:06:09: Ich glaube der hat Friedmann in den nächsten Jahren noch gut zu tun oder?
00:06:13: Also wir haben keine Auftragsorgen im Moment.
00:06:16: Ganz
00:06:16: im Gegenteil ja nicht so viel kann man nicht sagen.
00:06:20: Das würde ich nicht sagen Wir haben momentan überhaupt keine Aufträge.
00:06:24: Was passiert wenn man mal von einer normalen Siedlung ausgeht damit jeder sich da was darunter vorstellen kann?
00:06:30: Jedes Wohnhaus ist derzeit irgendwie mit Erwärmepumpe ausgestattet.
00:06:33: Ich glaube, dass hier noch wenig Gasthermen einbaut Christian.
00:06:37: Definitiv!
00:06:37: Da kommt eine Wärmelpumpe rein.
00:06:39: auf den Dach ist sowieso vor der Voltaik vorhanden.
00:06:41: das heißt in Haus geht nicht nur was rein sondern es kommt auch wieder etwas raus.
00:06:45: Jeder hat einen Elektroauto und hier gerade im Emsland oder Graschow-Bentheim meistens dann vielleicht sogar zwei Autos wo von vielleicht noch einer ein Verbrenner ist der andere aber dann auf jeden Fall zumindest ein Auto elektrisch läuft.
00:06:57: Also haben wir von der reinen Struktur her normales ein Familienhaus, was wesentlich mehr Leistung benötigt oder wesentlich weniger Leistung hat als noch vor ja vom paar Jahren.
00:07:09: Und wenn ich das dann auf eine Siedlung hoch skaliere merken wir natürlich dass man mit der normalen Struktur nicht mehr klar kommt und das zieht sich komplett über die Siedlungen es zieht sie komplett durch das komplette Netz und Industriekunden als solches gehen auch über Strom.
00:07:27: Thematik über das Medium Strom hinzukommt, wo wir derzeit sehr viel dran zu tun haben.
00:07:34: Und mit Zutunamen ist das ganze Thema Schnellladepunkte in Deutschland.
00:07:37: Schnellladepunkte an den Aufwärmaren
00:07:39: da, wo ich mich mal aufrege dass noch keiner vorhanden ist.
00:07:41: Richtig!
00:07:43: Da haben wir der Zeit sehr viel mitzutun.
00:07:44: also viele Ladepak Betreiber die uns benutzen und uns nutzen.
00:07:51: Uns nutzen um ... den Netzanschluss überhaupt herzustellen.
00:07:55: Da vielleicht mal ganz kurz, muss ich einmal kurz reingreetschen... ... so absolut aus Anwendersicht?
00:08:00: Was würdest du sagen, weil man als Elektroauto-Fahrer da auch nicht immer so ein Gefühl für hat und sich wie Christian gesagt hat schon manchmal ärgert,... ... kann man das irgendwie so in Prozent sagen wenn du sagst wo?
00:08:11: es gibt in Deutschland so einen Idealzustand?
00:08:13: Das wäre hundert Prozent, wo wir ungefähr stehen.
00:08:17: Also hast du dann
00:08:18: ein Gefühl dafür?
00:08:20: Da kann man vielleicht so bisschen grob... Zahlen habe ich jetzt nicht, also direkt belastbare Zahlen im Kopf hab' ich nicht.
00:08:26: Nur damit man ein Gefühl dafür bekommt.
00:08:27: wir haben gerade in dem Bereich der Verteilnetzbetreiber also Stadtwerke und Co.
00:08:33: wobei wir in Deutschland halt da sicherlich auch wieder eine Besonderheit haben.
00:08:36: Wir haben nämlich irgendwie achthundert neunhundert Verteilennetz Betreiber verschiedene Verteillnetz betreiber die Allerier eigenen Eigenheiten mitbringen bzw.
00:08:45: eigenes Vorschriftenwerk mitbringen, Christian kennt
00:08:48: das
00:08:49: und hast nicht gesehen.
00:08:51: Strom funktioniert überall gleich, wird aber dann auch überall ein bisschen anders behandelt.
00:08:55: Wenn wir uns den Idealzustand angucken müssen wir mal in Richtung Zielnetzplanung sprechen und in Richtung Zielenetzplanung denken.
00:09:03: da ist allein schon wenn ich es mal auf Nordhorn Betrachte oder ich sag mal auf, aus dem Plan betrachtet sicherlich ein Netzausbau notwendig der weit über das hinaus geht was wir jetzt bis dato noch kannten.
00:09:16: Also man kann sagen so grober Daumen, twenty-fünf Prozent bis einen Drittel muss noch dazukommen damit überhaupt das alles funktioniert.
00:09:27: Also als
00:09:28: eh Autofahrer riecht man sich ja auf, dass man nicht an jeder größeren Raststätte oder größeren Parkplatz eine vernünftigen Ladepunkt hat.
00:09:36: Man geht dann immer davon aus, dass einfach draunert KW vorhanden sind und ich glaube, das muss man auch nochmal klarmachen warum es die da nicht gibt.
00:09:45: also ich rieche mich hierauf wenn nur dann ein Fünfzig-KW Punkt ist wo ich sage boah da brauche ich gar nicht anschließen dauert viel zu lange Ja klar.
00:09:52: Aber wie du gerade schon gesagt hast, die Infrastruktur muss ja passen und da kommt jeder ins Spiel wo man dann sagen kann okay wir können das so planen dass auch ich sag mal die nötige Leistung da ankommt und auch der nötigen Kabel.
00:10:04: vielleicht muss man sich auch noch mal vorstellen wie Dixonkabel sein muss damit man diese Leistungen hat.
00:10:07: wenn ich mir zum Beispiel M's Bühnen angucke wo mittlerweile neben McDonalds hundert gefühlt in Summe hundert Ladepunkte sind, die eine Menge Leistung zur Verfügung stellen.
00:10:20: Was da passieren muss damit das überhaupt funktioniert?
00:10:23: Da gibt es sicherlich immer zwei Blickpunkte.
00:10:25: Das ist einmal der Punkt wir machen die Trafostation und dass das den Netzanschluss kommt vom Verteilnetzbetreiber, der dahin gebracht wird.
00:10:31: Das Kabel legt er und liegt auch der aus.
00:10:35: Dahinter kommen wir dann ins Spiel, aber natürlich auf dem Ladepark oder auch in den Industriegelände vernünftig zu verteilen.
00:10:44: Für alle Parteien ist das ein Riesenakt und eine riesen Anstrengung, die da ist.
00:10:48: Wenn man sich jetzt mal nicht nur im Bereich der Ladeparks sich das beguckt sondern auch das ganze Thema solare Einspeisungen oder grundsätzliche Einspeison inklusive der ganzen Speicherthematiken, die jetzt dann auf dem Antragstischchen liegen bei den Verteilndesbetreibern, dann lässt er schon erahnen dass noch eine Menge zu tun ist um das ganze Thema nachhaltige Energieversorgung bzw.
00:11:20: nachhaltiges Energiekonzept durchzuziehen, die Energiewende?
00:11:23: Ja und sogar Zleihe finde ich immer so.
00:11:25: man kann sich das ja mal nicht vorstellen.
00:11:26: wir haben irgendwann letztens im Vorfeld auch schon einmal darüber gesprochen.
00:11:29: da hast du ja schon ein bisschen erzählt und habe ich so gedacht so krass klar man erwartet dass da irgendwie eine vernünftige Ladestation irgendwie zur Verfügung ist und am besten auch immer wenn man sie gerade braucht irgendwie.
00:11:42: Aber was das bedeutet?
00:11:43: was dahinter steckt.
00:11:45: Also das, was du jetzt gerade auch schon skizziert hast an Aufwand, dem ist ja den meisten gar nicht so klar.
00:11:53: Kannst du das noch ein bisschen konkretisieren?
00:11:55: Was bedeutet das denn genau?
00:11:56: Also welche Herausforderungen genau sind dann bei allen beteiligt?
00:11:59: und du hast gesagt ihr macht diesen Einteil, dann gibt es die Netzbetreiber
00:12:03: usw.,
00:12:04: aber Nachhaltigkeit hast du ja auch schon angesprochen, ist uns super wichtig und das ist ja bei uns generell all unseren Energiethemen, nie schwarz-weiß.
00:12:15: Jetzt machen wir das und das ist jetzt super nachhaltig, es gibt ja leider bei allen Entscheidungen, das wissen wir auch immer diese Kehrseite.
00:12:23: aber wenn du so insgesamt vielleicht noch mal ein bisschen tiefer da rein gehst was sind so die Herausforderung?
00:12:31: Die Herausforderung zu verstehen ist, glaube ich ganz wichtig.
00:12:33: Dass man überhaupt einen Bauchgefühl dafür kriegt was das überhaupt bedeutet?
00:12:36: Ein Schnellladeparks wie er zum Beispiel in dem Spüren steht oder sowas.
00:12:40: Wenn wir uns mal das ganze Thema begucken, ist es einmal das Pkw-Laden, aber jetzt auch was dazu kommt ist das Lkw Laden, was jetzt überall nachgebaut wird.
00:12:49: Es ist im Bereich des Deutschlandnetzes und das ist eine geförderte Maßnahme um die Elektrifizierung des Verkehrs voranzutreiben.
00:13:01: auf der ARN-Dreißig.
00:13:02: Da ist bis zum Jahr zwei Tausend Dreißig meinig auch ein Lkw-Ladepark geplant und auf jeder Seite habe ich sieben Komma fünf bis zehn Megawatt Leistung, die ich erladeleistung da brauche.
00:13:14: Das kommt auf jeder Straßenseite der Autobahn in einem Industriegebiet gleich.
00:13:20: das heißt da brauch ich nicht nur eine Trafostation sondern auch schon Umspannwerke um das überhaupt hinzukriegen.
00:13:27: Ja, da kommt halt, ich sag mal das energetische Herstrom kommt aus der Steckdose.
00:13:31: Aber der Strom muss auch da sein, damit er aus der Streckdose kommt und in dem Moment wo er gebraucht wird, muss dann auch zur Verfügung stehen.
00:13:37: Und wenn ich mir einen Lkw angucke, der dann ein Megawattcharging macht also tausend Kilowatt lädt über einen längeren Zeitraum, damit natürlich auch jedenfalls immer wieder losfahren kann, damit es überhaupt sich rechnet hat dann schon eine Herausforderung die dann auf Nicht nur auf der, der auf unserer Sicht ist sondern viel mehr natürlich auch vom Netzbetreiber zu tun ist.
00:14:00: Und das merken wir ja glaube ich auch gerade Betreiber von größeren Photovoltaikanlagen.
00:14:06: die Momente in denen wir viel zu viel Strom haben Die steigen und die momente indem wir zu wenig Strom haben die steigen ebenso weil wir ein Energiekonzept haben was stark volatil wird und da es halt super herausfordernd.
00:14:22: Ich sage kein Problem, das ist herausforderend diese energetische Geschichte die sehr dezentral ist vernünftig zu steuern.
00:14:30: und da hat sich in den letzten fünf bis zehn Jahren gerade bei uns im technischen Bereich in den technischen Anforderungen eine Menge getan.
00:14:40: Fernweg Technik darin so dass der Netzbetreiber eingreifen kann, die Anlagen runterfahren kann gewisse Dinge steueren und regeln kann und überhaupt erstmal weiß wo stehen wir überhaupt?
00:14:51: Ich glaube das Thema auch da.
00:14:53: Energiemanagement ist halt, ich sag mal mit ein Kern des Ganzen weil wir halt so dezentral sind.
00:15:01: und wie du gerade gesagt hast manchmal haben wir zu viel Strom, manchmal zu wenig Und wir als Laie oder ich sage mal ja, ich bin nicht unbedingt Laie aber wenn ich sage man ist eigentlich gewohnt Stecker in der Steckdose und es ist Strom da Dann hat das auch mit der Vergangenheit zu tun, dass wir immer dafür Sorge getragen haben durch coole Kraftwerke, Gaskraftwerke und Atomkraftwerke.
00:15:22: Dass das relativ zentral geregelt worden ist, immer genug Strom dabei.
00:15:25: Wenn wir jetzt aber nachhaltig tatsächlich durch Wind und Sonne machen wollen, dann haben wir gewisse Abhängigkeiten.
00:15:31: Und auf der anderen Seite muss man sich noch vorstellen so einen... Lkw-Ladepark.
00:15:36: Das hat natürlich schon eine Dimension, ich glaube das kann man sich schwer vorstellen was da durch die Leitung geht.
00:15:41: Ich glaube an der Autobahn werden ja schon so ein bisschen.
00:15:43: fangen wir schon an was zu bauen.
00:15:45: wenn ihr das siehst dann denkst du ja da muss ne Menge passieren damit wir auch weiter nachhaltig aber wirtschaftlich effizient unterwegs sein können.
00:15:55: weil wenn wir als Laie und schon ich sag mal ärgern dass wir nicht irgendwo perfekt laden können Man muss auch sagen, es wird ja besser.
00:16:02: Das muss man ehrlicherweise sagen wenn man schon jahrelangen Elektroauto fährt dann weiß man das dass das auch schon mal schlechter war.
00:16:08: aber es ist noch eine Herausforderung und ich glaube der Mensch muss verstehen was da passiert damit man auch verständnis dafür hat.
00:16:16: richtig
00:16:17: grundsätzlich ist das energiesystem ja nicht nur auf deutschland begrenzt sondern wir haben europäisches verbunden.
00:16:21: jetzt auch die Nachbarn müssen da mitspielen das heißt alle die um uns so rum sind frankreich Niederlande und Co.
00:16:30: müssen da auch mitspielen, weil das Ganze im Verbund läuft.
00:16:34: Wir haben natürlich – du sprichst die Grundlassfähigkeit der Energiewende, unserer Energiewände an?
00:16:40: Die Grundlassfähigkeit ist nur bedingt gegeben, mal stark abhängig von Jahreszeit Wind- und Wetter.
00:16:46: Und das bringt natürlich weitere Probleme mit sich wenn wir grundlassfähige Kraftwerke abschalten.
00:16:52: Ich sehe das ganze nur technisch.
00:16:53: also nochmal ich bin Techniker Lasse aus dieser Betrachtung die Ideologie raus und das, wie gesagt mal so ist das was ich persönlich so ein bisschen in den letzten zehn Jahren vermisse dass eine pure Ideologie wenn sie nach vorne gestellt wird.
00:17:11: Ist die technische Sicht meist etwas zu vernachlässigen?
00:17:15: Habt ihr mit dem Heizungsgesetz gesehen?
00:17:17: Das haben wir gesehen welche Blüten man teilweise treibt hat dann technisch wenig wenig Background und wenig Halt.
00:17:25: Ich will damit gar nicht sagen, dass wir nicht nachhaltig werden sollen das ist richtig.
00:17:31: nur man hat ein bisschen was davon als wenn ich den Ast auf vielleicht auch ein bisschen ansäge auf dem ich gerade sitze bzw.
00:17:39: ich stelle mir vor ich möchte Vegetarier werden habe aber noch keinen Salat angebaut werde dann vielleicht auch nicht satt.
00:17:46: deswegen ist diese Diskussion die dann entsteht für mich persönlich manchmal viel zu ideologisch und zu wenig technisch.
00:17:56: Und apropos technisch, wir reden jetzt ja auch über so ein Netzinfrastruktur und mein Blick ist dann ganz oft der des Anwenders oder des Verbrauchers.
00:18:07: Hast du das Gefühl dass man auch wenn wir bei diesen Themen bleiben zu oft vom Entfer... Also auch von Entgeräten denkt, also weniger der Blick auf die Netzinfrastruktur.
00:18:21: Weil eigentlich ist es ja genau das, damit wenn man in deinem Bild bleibt ... Der Baum da irgendwie blühen kann muss erst die Technik da sein und die Infrastruktur bevor irgendwelche Endgeräte... Generell, wenn ich das Thema so Energiewende bei uns sehe, hier Wärmepumpe
00:18:36: usw.,
00:18:37: Das ist immer vom Entgerät her gedacht.
00:18:41: Und keiner denkt darüber nach, naja wo kommt das denn?
00:18:44: gar nicht übernachtigen, will ich natürlich auch nicht sagen.
00:18:46: Aber ich glaube du weißt was ich meine oder ich hoffe, dass man zu sehr vom Endgerät denkt statt von der Infrastruktur?
00:18:56: Ja schon mal für jeden Einzelnen Zuhause ist es oder für eure Projekte ist die Wärmepumpe für unsere Projekten ist eine Trafostation die da vielleicht hinkommt.
00:19:04: aber wenn's dann die Zehnte ist in dem Industriegebiet entsteht weil was gebraucht wird Ja, dann muss da was in die Erde.
00:19:10: Da muss ein bisschen degris Gabel in der Erde.
00:19:12: Dann müssen wir sehen dass wir die ganzen Thematiken halt verstärken.
00:19:16: Das Verstärken ist halt das Thema das massiver Netzausbau um das Ganze zu realisieren einfach notwendig ist.
00:19:22: und die politischen Debatten.
00:19:23: wenn ich mir bekucke dann wird immer über hohe Stromkosten gesprochen.
00:19:28: es wird hier und da mal einen Industriestrompreis oder ein Pflaster geklebt für die hohen Energieverbräucher.
00:19:34: Deutschland ist seit jeher eigentlich bevor die ganze Energiewende natürlich richtig Fahrt aufgenommen hat.
00:19:41: Ein Land gewesen, in der eine Kilowattstunde egal ob sich aus fossilen Brennstoffen da war oder aus Kilowattsstunden Strom bestand immer recht günstig unterwegs gewesen.
00:19:50: und wenn man das Vorgespräch was wir jetzt geführt haben einmal guckt alles dass was in die Erde muss führt zu höheren Systemkosten.
00:19:57: diese Systemkosten gering zu halten und klein zu halten Das ist natürlich ein Thema was wir nachher grundsätzlich immer auf der Energierechnung sehen werden die da sind.
00:20:08: Was sind die Lösungen dafür?
00:20:09: Das ist natürlich, ich seh mal lokale Projekte beziehungsweise lokale Dinge, in denen die Betriebe selber machen können.
00:20:16: Da kennt ihr ja alles.
00:20:17: Fotovoltaik, Speicher oder sonst irgendwas oder andere Energieformen, die da sein mit Biogas-Wärmespeicher und diese ganzen Themen.
00:20:24: Ich denke das wird umso wichtiger dass, ich sag mal zukünftig auch irgendwo lokal mehr zu regeln und zu lösen im Quartierslösung zu denken.
00:20:34: Die Energie als solches Ich sage mal nicht nur in Strom zu denken, sondern auch in Wärme und in Kälte zu denken.
00:20:41: Absolut!
00:20:41: Und da die Energie als Energie zu sehen, egal in welcher Form sie dann vorhanden ist.
00:20:48: Ja
00:20:48: das glaube ich ein ganz wichtiger Punkt.
00:20:49: Energie ist nicht weg.
00:20:51: Die ist nur woanders oder in einer anderen Form?
00:20:53: Und ich glaube es ist einfach wichtig den Menschen klarzumachen dass wir den Komfort dem wir hatten natürlich behalten wollen.
00:20:59: aber wenn wir nachhaltig nach vorne schauen müssen wir was verändern und damit dies geschieht muss der Mensch egal wo er sitzt abgeholt werden und das verstehen.
00:21:10: Und ich glaube, dass ist im Moment ein großes Thema wenn wir so mal bisschen in die Richtung gucken Wo sind die größten Engpässe?
00:21:15: Wenn ich mal einen Beispiel nenne und da kannst du vielleicht dann auch was zu sagen Das fängt ja an wenn eine Gemeinde oder eine Stadt ein neues Baugebiet ausschreibt Dann war es in der Vergangenheit sehr einfach haben wir Energieversorge angerufen gesagt hier paar Gasleitungen paar Stromleitung Jetzt noch ein bisschen Glasfaser, weil die wollen ja auch alle schnelles Internet und dann war der Drops gelutscht.
00:21:35: So heutzutage gibt es ich sag mal tatsächlich Thema Ja-Wärmeplanung und das heißt der Energieversorger wird erstmal sagen Nene Gas liegen wir nicht Und Strom müssen wir mal gucken.
00:21:46: so und dann gibt Es natürlich und das fand Ich gerade gut was du gesagt hast in Quartierslösungen oder auch dezentralen Lösungen zu überlegen.
00:21:51: Es gibt hier alternative Lösungen Zu sagen Eine Wärmepumpe aus dem See, der umliegend ist oder aus dem Fluss.
00:21:59: Ich kann Wärme gewinnen aber dann kommt wieder das nächste und die Gemeinde oder die Stadt sagt
00:22:05: ja
00:22:05: dann werde ich auf einmal jetzt hier eine Art Stadtwerke und da muss sich Preise festlegen und dann hat der Kunde nicht die Wahl.
00:22:15: früher also keine Ahnung Ich weiß nicht, wie lange es genau ist.
00:22:17: Das sind zwanzig Jahre sein hatten wir einen Versorger.
00:22:19: Da habe ich mir Strom gekauft und Gas und war abhängig von diesem Preis.
00:22:24: Dann wurde der Markt geöffnet Und jetzt kann jeder innerhalb von zehn Minuten seinen Strompreis und seinen Gaspreis neu definieren und sagen hier im Internet, ich hab neue Preise tip top!
00:22:32: Ich kriege noch fünfhundert Euro Rabatt.
00:22:35: Davor hat jetzt, ich sag mal ganz häufig zum Beispiel die Stadt oder die Gemeinde Angst und sagen ja jetzt fangen wir wieder an.
00:22:41: Und ich weiß nicht ob das richtig ist.
00:22:43: Wo siehst du denn die größten Engpässe?
00:22:44: Sind das so Themen, die euch tagtäglich beschäftigen?
00:22:48: Sicherlich sind es derzeit bei Größen- und Energieprojekten tatsächlich immer.
00:22:52: Die Thematiken kann das überhaupt noch ins Netz?
00:22:55: gibt's eine Möglichkeit das wirklich anzuschließen?
00:22:58: da muss natürlich dann auch ein Stadtwerk oder Energieversorger und Verteilnisbetreiber in dem Fall Immer hinterher kommen.
00:23:04: und ich habe große Batteriespeicherprojekte.
00:23:07: Und die gehen auch über mehrere megawatt, die dann angeschlossen werden müssen was sicherlich auch immer dazu vorgehabt massiven netzausbau Voran zu treiben.
00:23:15: und man kann da schlichtweg kommt das schlicht weg nicht hinterher oder Die fatalnes betreiber kommen dann nicht hinter her dass zu tun.
00:23:22: Wenn man sich mal beguckt.
00:23:23: wo kann das ganze enden?
00:23:24: Wo kann das Ganze hingehen?
00:23:26: reicht ein blick über die grenze nach holland Da sind wir ja auf einem guten wege dass es Bei uns wahrscheinlich ähnlich irgendwann, so kommen wir die Holländer haben in den... Die Niederländerschuldigung.
00:23:40: Wir sagen hier Holländer!
00:23:41: Ja, die
00:23:41: Hollnder-Niederländer ist gemeint.
00:23:43: Die haben, ich sag mal, in den letzten Jahren massiv zugebaut und teilweise auch die Steuerbarkeit dieser Einrichtung und Anlagen nicht vergessen sondern etwas vernachlässigt.
00:23:54: Und da kann man sehen, wenn man in Holland jetzt zum Beispiel neu bauen will oder egal ob Industrie-, Gewerbe- oder Privat ist das erste was auf den Plan kommt.
00:24:05: Kriegen wir überhaupt einen Netzanschluss bzw.
00:24:06: kriegen wir ein Netzansluss der unsere Anlagengerätemaschinen versorgen kann?
00:24:13: beziehungsweise habe ich genug Kapazität um das am Laufen zu kriegen?
00:24:16: und dann gibt es eine schöne Karte die kann man aufrufen net kapazitätskart.nl was egal ob Einspeisung oder Abnahme derzeit da los ist.
00:24:27: Also es ist wirklich nur mit ganz, ganz langen Wartezeiten möglich.
00:24:31: und auch hier in Deutschland haben wir etliche Energieprojekte groß, Batteriespeicher-Projekte große, Photovoltaik Projekte, egal ob Freifläche oder Aufdach die aufgrund der fehlenden Netzanschlusskapazitäten eine sehr lange Lieferzeit für das ankommende Kabel beinhalten auch politischen Unsicherheit, die natürlich jetzt gerade herrscht.
00:24:54: Dann zur Nichtausführung dieser Projekte
00:24:56: kommt.
00:24:56: Das heißt schon ein Engpass der da ist im Rahmen von politischen Themen aber auch überhaupt Kapazitäten?
00:25:05: Sowohl als auch.
00:25:07: Da wir grade bei Regenerativprojekten sei es Wind oder so und das will ich immer... extremste Plan- und Genehmigungsverfahren in Deutschland haben, fällt es den Investoren umso schwerer.
00:25:21: Ich sage mal irgendwo muss da auch ein grüner Eurohaken dran, also eine Wirtschaftlichkeit darzustellen und sicher dazustellen.
00:25:29: Jetzt habe ich natürlich ein politisches Umfeld was derzeit glaube ich massiv im Amwangten ist und man sieht an Katharina Reiche dass da ein Umdenken stattfinden muss.
00:25:42: Ich glaube ich hoffentlich jedem bewusst und bin da wiederum nur technisch unterwegs, wenn wir ein vernünftiges System haben wollen dann müssen wir über Systemgrenzen hinweg denken und können nicht nur in Kohle, Atom, PV oder Wind.
00:25:57: das funktioniert halt nicht weil auch durch das europäische Verbundssystem die Geduld der Nachbarn hat auch Grenzen.
00:26:08: Wir sind, was das angeht an der Strombörse weiß jeder was passiert.
00:26:13: Große Photovoltaikanlagen große Windkraftanlagen werden abgestellt müssen auch abgestellt werden weil der Strompreis negativ ist.
00:26:20: also ein Überangebot da und am nächsten Tag habe ich die Hellbrieze und die Dunkelflotte geben sich die Klinge in die Hand ja was halt letztlich dazu führt dass wir uns Gedanken machen müssen ist das so auf Dauer alles tragbar oder sind wieder vielleicht Minimal rein technisch gesehen auf dem
00:26:39: Holz weg.
00:26:42: Ja und genau, ich glaube rein technische ist das ja auch zu betrachten weil wir brauchen eine technische Lösung anders wird es nicht funktionieren.
00:26:49: und das hast du ja gerade schon gesagt.
00:26:50: ich sage mal diese schwarz-weiß Denken wird nicht funktionierend.
00:26:54: Es muss einen Mittelweg geben.
00:26:57: Und Du hast ja gerade gedacht die Geduld der Nachbarn.
00:27:01: Man hat ja häufig aus Stammtisch Parolen und jetzt beziehen wir dann aus dem AKW, aus Frankreich unseren Strom.
00:27:09: Wir wollen natürlich den Komfort halten, den wir haben.
00:27:13: Das funktioniert nur wenn man einen bunten Blumenstraußanlösung hat die das immer sicherstellen dass wir überall an jeder Steckdose Strom haben.
00:27:24: Und das ist im Moment einfach in Deutschland nicht so weit.
00:27:27: Wenn wir politisch vielleicht auch vor Jahren Entscheidungen getroffen haben, wo man heute sagt naja war das so richtig müssen wir trotzdem nach Lösungen schauen.
00:27:36: und wir sind ein Wirtschaftsstandort der auch nur funktioniert wenn uns Strom zur Verfügung gestellt wird.
00:27:43: Und ich glaube schon dass dieser Herausforderung ganz groß da ist sowohl technisch als auch politisch sich an den Tisch zu setzen und zu sagen was gibt es denn überhaupt für Lösungen?
00:27:52: Da habe ich so ein bisschen das Gefühl Ja, das macht die Politik.
00:27:55: Nee, mit der Technik wollen wir am liebsten gar nicht sprechen!
00:27:58: Wir wollen so ein bisschen gucken und da denke ich egal in welche Richtung ob es vielleicht dann zu grün ist oder vielleicht auch zu schwarz ist... Das ist nie gut.
00:28:07: Also man muss einen Mittelweg finden und ich glaube wir waren da schon auf einem guten Weg Und im Moment ist der gute Weg so'n bisschen weg von diesem gekommen und da sollten wir schon daran arbeiten.
00:28:17: und das ist ja auch das Motto was wir immer so haben dass man immer drüber reden muss Dass es, ich sag mal nicht immer diese eine Lösung geben wird.
00:28:23: Aber wir brauchen ja ne Lösung die funktioniert und genau wie du gesagt hast Immer nur rein technisch
00:28:28: betrachtet
00:28:30: gibt es Lösungen.
00:28:31: Die muss sich aber gemeinsam erarbeiten Und da muss es auch Ne Mehrheit fürgeben und Ich glaube dafür Muss Auch der Endverbraucher Der dann auch wieder Wähler ist Verstehen Wie Sowas Funktioniert.
00:28:41: Das Ist Richtig.
00:28:42: Grundsätzlich müssen Umdenken her.
00:28:44: Ja das ist so und Wir Merken Sertal was an den Vielleicht auch manchmal Kurzschlussreaktionen, die dann gemacht wird.
00:28:52: Dann wird kurzfristig mal ein Industriestrompreis gemacht.
00:28:56: Da werden Pflaster geklebt für die, die vielleicht auch am lautesten sind.
00:29:01: Aber grundwegs sind wir genauso wie ihr in mittelständischen Handwerksunternehmen und haben beschäftigte Mitarbeiter, Kolleginnen und Kollegen, die am Ende des Tages natürlich ihr Geld verdienen müssen.
00:29:14: An die wird an die Basis... glaube ich auch so ein bisschen das Thema, was ich an die Basis wird dann nicht immer gedacht.
00:29:22: Wie viele kleine mittelständische Handwerksunternehmen haben wir denn nicht?
00:29:25: Die fünf zehn, fünfzehn, zwanzig, dreißig Leute haben, die ebenso ihre Energie bezahlen müssen.
00:29:31: Das finde ich persönlich da immer ungerecht.
00:29:35: aber doch es ist eine Schieflage, die dann entsteht und es wird auf dem Rücken der kleinere, mittleren Betriebe ausgetragen, was jetzt auf großer Ebene Medienwirksam passiert.
00:29:48: Ja und das ist auch anstrengend, für alle Protagonisten.
00:29:53: Und wir sitzen ja hier zusammen weil uns natürlich diese Themen irgendwie verbinden, weil wir im Vorfeld oft über solche Themen sprechen und da teilweise auch noch ganz anders sprechen weil wir natürlich auch sehr klar in unseren Meinungen sind.
00:30:07: aber wenn wir jetzt vielleicht nochmal so ein bisschen die Flurkürs nochmal verlassen... bisschen wieder näher zu eurem Unternehmen.
00:30:15: Du hast ganz am Anfang gesagt, ihr seid schnell gewachsen das verbindet uns ja auch.
00:30:19: Ihr seid aber noch schneller gewachsen, ihr seit auch mehr Leute als wir mittlerweile und ihr baut gerade neu.
00:30:25: Das heißt alles was da so dazukommt habe ich auf jeden Fall noch mehrere Themen wo du glaube ich dass ein oder andere wirklich noch zu erzählen kannst was super spannend ist wenn wir jetzt erstmal von diesem technischen zu kommen Gerade die Themen, die ihr auch bedient.
00:30:41: Du hast gerade gesagt Handwerk aber natürlich ein besonderes Handwerk.
00:30:45: Es ist wichtig dass jeder auch.
00:30:48: es geht um Sicherheit Es geht um technisches Know-how.
00:30:52: Ihr habt die Friedlmann Akademie vielleicht starten wir da mal so.
00:30:55: Also ich beobachte das natürlich immer sehr genau.
00:30:57: Ich gucke auch mal was können wir bei Frau Spencer machen?
00:30:59: und Da finde ich was sich so sehr auch Bei euch Was ihr macht wie es macht finde ich super super cool Ist aber natürlich also erstmal in der Basis total wichtig.
00:31:08: Aber ich habe schon das Gefühl, dass ihr auch darüber hinausgeht.
00:31:11: Dass euch das wirklich, wirklich auch... dass ihr nicht nur die Basics bedient als klar, die Leute müssen irgendwie wissen was sie tun sondern dass euch das auch wirklich wichtig ist natürlich erstmal auch um euer Know-how als Unternehmen natürlich und in dem Bereich auch weiter arbeiten zu können.
00:31:25: aber dass dir das persönlich auch wichtig ist so nehme mich das auf jeden Fall wahr.
00:31:29: Wenn du da mal ein bisschen drauf eingehst eure Akademie Was ist euch da wichtig?
00:31:33: Wie macht ihr das?
00:31:35: Und vor allen Dingen große Herausforderung für Unternehmen wie unsere im Mittelstand.
00:31:43: Wie hält man denn auch dann Wissen aktuell?
00:31:45: Darum geht es ja auch da, dass man auch mit dem all das was ihr jetzt auf was du jetzt gerade skizziert habt, dass ihr dieses Tempo auch mithalten könnt.
00:31:53: Ja das Tempo Mithalten ist auf jeden Fall herausfordernd.
00:31:57: Das Tempo vielleicht zu den Ursprüngen der Friedmann Akademie kann sich erklärt sich da vielleicht auch einiges drauf.
00:32:03: Wir haben war ich vier Jahre im Betrieb und wir haben natürlich ganze Themen Unterweisung der Elektriker oder unseres Personals als solches vielleicht etwas anders gelagert, als der normale Standard-Elektroinstallateur weil wir im Bereich der Hochspannung arbeiten.
00:32:24: Der eine Fehler, dann der letzte sein.
00:32:27: Toi toi toi ist es noch nie.
00:32:28: was passiert zumindestens und da arbeiten wir für.
00:32:32: und wie haben die Friedmann Akademie aus den Angeln gehoben?
00:32:34: Da habe ich noch ganz viel vor dem Präsenter mit dem Präsenter in der Hand ganz viele Lehrgänge gehalten.
00:32:40: mittlerweile hat Die Friedmann akademie vier hauptamtliche Dozenten.
00:32:46: Was machen wir da?
00:32:46: Wir machen elektrotechnische Unterweisungen im Bereich der Schalthandlung, Elektrofachkraftunterweisung.
00:32:51: Und das ja auch für extern geöffnet richtig?
00:32:53: Ja, das ist für externe geöffnete.
00:32:54: Wir haben letztes Jahr einen neuen Teilnehmer-Rekord.
00:32:57: Wir waren zweitausend zweihundert Leute circa.
00:32:59: Wow!
00:33:00: Haben wir geschult in einem Jahr.
00:33:02: Wer sind da die Kunden?
00:33:04: Also die Kunden sind von BIS.
00:33:07: Also wir haben verteilnisbetreiber, die ihre Mannschaft bei uns schulen als es was elektrothekisches Personal ist.
00:33:14: Industriebetriebe, die ihre einzelnen Elektriker zu uns schicken um sie weiterzubilden und auch gemischte Gruppen genauso wie komplette Betriebsteile.
00:33:24: Das machen wir einmal bei uns in Norton.
00:33:26: Da haben wir.
00:33:26: die Friedmann Akademie basiert im Endeffekt natürlich auf theoretischen Wissen was einen großen Teil ist aber den größten Teil das Thema Praxis.
00:33:38: Wir haben die Anlagen da stehen.
00:33:39: Wir können Dinge simulieren vollkommen Mit sicherer Spannung, keine Hochspannung.
00:33:46: In der ganzen Zeit wollte ich auch erst recht nicht verlieren.
00:33:51: Besser ist das!
00:33:52: Aber ihr habt ein großes Grundstück, ihr könnt ja da...
00:33:57: Wir schulen dann quasi an der Maschine und den elektrischen Anlagen um wirklich das praktische Wissen hochzuhalten.
00:34:02: Wenn du noch mal eben für den Hörer nochmal erzählst was ist denn Niederspannung?
00:34:08: Mittelspannungen?
00:34:08: Hochspanungen?
00:34:09: Was reden wir da?
00:34:10: Jeder kennt die Spannung an der Steckdose, das sind die twohundertdreißig Volt.
00:34:14: Wenn ich dann eine Stufe höher gehe vielleicht für den Hochdruckreiniger oder das Schweissgerät ist es ein Richtturmanschluss der emsländische Begriff oder Kraftstrom.
00:34:24: Das sind dann vierhundert schrecklich zweihundert dreißig volts.
00:34:27: wenn wir über tausend volt kommen sind wir im Bereich der Hochspannung unterwegs.
00:34:30: also Mittelspannung und Hochspanung sind wir in dem Bereich von zehn zwanzig oder dreißigtausend volts
00:34:34: unterwegs.
00:34:35: Und wenn ich mich bei dreißzig volts einmal falsch verhalte Dann ist das was anderes, als wenn ich mich an zweihundertdreißig Volt vergehe.
00:34:43: Also das sollte dann auch jedem klar sein.
00:34:45: Auch zweihundert dreißig volt könnte unter gewissen Umständen tödlich sein.
00:34:48: bei dreizigtausend Volt oder zwanzigtausenden Volt stellt sich die Frage für hoffentlich die Hörer nicht dass das dann der Letzte.
00:34:56: vielleicht werde ich dann zu Marvel superhelden.
00:34:58: Das könnte sein Ich würde es aber nicht ausprobieren.
00:35:02: Ja Garantie gibt's ganz sicher nicht.
00:35:04: ja ich finde wenn man dich so hört.
00:35:05: also wie gesagt wir kennen dich jetzt schon eine ganze Weile und Also unser Austausch ist uns ja auch immer super wichtig, weil wir einfach merken.
00:35:14: Wir ticken da sehr, sehr ähnlich und ich bewundere auch mal deinen Ja dein Enthusiasmus deine extremintrinsische Motivationen auch besser zu werden das Unternehmen besser zu machen gute Leute zu kriegen die auch besser werden zu lassen.
00:35:27: aber Unternehmenskultur Humor Ist dir sehr wichtig Das ist auch mal sehr cool jedenfalls so wie wir dich kennen Und dass gerade deshalb Euer Unternehmen hat ja auch eine Strahlkraft, also das merkt man ja.
00:35:42: Sonst könnte man in diesen Zeiten nicht so schnell wachsen und nicht einfach nur so wachsen sondern man spürt bei euch, jeder der mal auf eure Kanäle geht Insta oder sonst was.
00:35:52: Man spürte bei euch genau an den richtigen Stellen.
00:35:55: Ihr habt es gerade sehr ausführlich gesagt.
00:35:57: Darf man auch mal eine Leichtigkeit, eine Lockerheit und Humor anbringen?
00:36:01: Nein, anderen Stellen nicht!
00:36:03: Da muss man mit aller Ernsthaftigkeit rangehen, da hast du ja deutlich gesagt... Wenn man so dein Weg auch und man merkt einfach, du bist ja in diesen technischen Themen so tief drin.
00:36:13: Du weißt genau was euer Unternehmen machen muss wo du es hinführen musst.
00:36:18: aber das war ja nicht immer so.
00:36:19: Du bist ja mit all dem was Unternehmertum ausmacht An welchem Punkt, wenn wir vielleicht zu deiner Person noch so kommen.
00:36:29: An welchen Punkt hast du denn für dich so diesen?
00:36:31: bist du diesem Weg auch eingeschlagen?
00:36:33: Du hast dich ja damals für einen technischen Beruf entschieden.
00:36:34: Hast jetzt vorhin gesagt Elektriker gelernt und Fless skizzierst du das mal so ein bisschen, weil du bist ja jetzt einen völlig anderen Punkt.
00:36:42: So verstellt man sich ja nicht vor.
00:36:43: Man macht eine Ausbildung selbst danach.
00:36:45: Ja okay dann mache ich noch so ein Studium aber man kann sich da nicht wirklich in dem Moment vorstellen was es bedeutet nach einem Unternehmer zu sein und von einer großen Mannschaft auch.
00:36:54: also wie hat sich das für dich so entwickelt?
00:36:57: Ich war für mich eher ein schleichender Prozess wenn man so will.
00:37:01: Ich war neunzigneinundneuzig damit meine Ausbildung fertig Klassischer zweiter Bildungsweg für Hochschule Technik und dann ins Studium gegangen.
00:37:11: Auch da war die Technik, ich sage mal ganz im Vordergrund.
00:37:14: das ganze Thema Automatisierungstechnik hat mich damals schon getriggert.
00:37:18: Ich bin auch kein Energietechniker als solches.
00:37:20: Das ist immer ein Zwei-Herzen in meiner Brust, auch die Automatisierungstechnik hier ist ein Thema Und bin ja in zwei tausend sechs bei Friedmann angefangen und dort innerhalb der ersten paar Jahre.
00:37:33: Ich sag mal auch noch mal danke an Robert, die mir das Vertrauen geschenkt hat.
00:37:36: Robert Friedmann jetzt in zweiter Generation Gesellschaft da das Vertrauengeschenk hat einfach mehr zu machen und auch Verantwortung zu übernehmen.
00:37:45: Und dann waren es die ersten Mal für...
00:37:46: Ich glaub für ihn war das auch ein Geschenk fürs Unternehmen.
00:37:48: Ich hoffe!
00:37:49: Doch glaube ich wohl.
00:37:50: Ja aber das klingt
00:37:53: ja einmal so weit.
00:37:54: Wir sind alle sehr zufrieden.
00:37:55: Ja cool.
00:37:56: Guck mal, schön.
00:37:58: Früher in Verantwortung.
00:38:01: oder was ich bei Friedlmann lerne.
00:38:06: Alleine vom Wasser angucken, kann man nachher nicht schwimmen und auch da das Wasser muss vielleicht ein bisschen vorgewärmt sein ist darf aber durchaus mal etwas kälter sein.
00:38:16: Das Vertrauen kriegen die Kolleginnen und Kollegen und können sich dann auch in ihrem Bereich weiterentwickeln.
00:38:23: und nur so funktioniert glaube wir eine Weiterentwicklung des Unternehmens.
00:38:26: Wir haben seit unserem Umzug Das war im Mai.
00:38:31: Wir sind umgezogen, jetzt haben wir es in den letzten fünf Jahren verdoppelt.
00:38:37: Was für ein Weg geht Friehlmann weiter?
00:38:39: Diesen Weg der Verdopplung hat für uns recht gut geklappt.
00:38:41: Wir wollen von twenty-fünf bis dreißig auch nochmal mal zwei machen.
00:38:45: A natürlich weil das eine unternehmerische Umfeld derzeit sehr positiv ist und B weil wir genau merken dass das der richtige Weg ist die Leute frühzeitig in die Verantwortung zu bekommen.
00:38:58: Ja, stimmen wie die jungen Leute sind so und so.
00:39:02: Und haben die und ihr Eigenschaften kann ich nicht teilen.
00:39:06: Ganz im Gegenteil sogar wenn wir die begeistern dafür was wir machen und dahinter einen Sinn sehen und das kann man mit der Energiewende oder der nachhaltigen Energieproduktion oder Verteilung die wir natürlich machen durchaus tun und dass tun wir auch ja intrinsisch motivieren.
00:39:22: Das ist mir ganz wichtig nur Von einem Aufdiktrainieren von irgendwelchen Dingen, die zu tun sind.
00:39:28: Kommt es nicht und das merkt ihr wahrscheinlich bei euch genauso?
00:39:30: Ja
00:39:31: genau und ich finde bei dir... also muss da nochmal reingehen weil sich das so deckt mit dem auch wie wir oft auch reagieren Und ich habe das Gefühl bei dir ist ganz viel Hands on Ganz viel auch Intuition, dass du wirklich auch guckst so welche Leute habe ich.
00:39:48: Wen kann ich wo auch hinsetzen?
00:39:50: Aber auf der anderen Seite und ich glaube jeder, der mal in Zeitraum X schnell gewachsen ist weiß das natürlich aber auf der andern Seite auch Struktur braucht und klare Prozesse und klaren Zuständigkeiten Aufgabenbereiche die klar voneinander getrennt sind.
00:40:06: was würdest du sagen gerade in diesem?
00:40:08: Also, das muss man ja wirklich mal sagen.
00:40:10: Ihr seid ja wirklich in kurzer Zeit sehr schnell gewachsen und das sind Herausforderungen.
00:40:15: Also freut mich sehr, sehr, dass es bei euch so gut klappt.
00:40:18: aber da könnt ihr ein bisschen aus dem Nähkästen erzählen warum hat das dann so gut geklappt?
00:40:21: Und was sind denn vielleicht auch die größten Herausforderung?
00:40:23: weil
00:40:24: alles
00:40:25: glaube ich jetzt auch nicht, dass bei euch alles immer gut klappt?
00:40:28: Bei Weitem nicht!
00:40:29: Ansonsten hätten wir natürlich gibt es strukturelle Prozesse In der Betrieb, das Gleichgewicht der Kräfte.
00:40:39: Sei es Vertrieb, Produktionen, Projektleitung und Montage.
00:40:42: Das gleiche Gewicht der Kräfte wirst du nie erreichen.
00:40:45: D.h.,
00:40:45: es geht an irgendwelchen Stellen immer was zu tun und auch immer nachzustellen?
00:40:49: Die Bettdecke
00:40:49: ist immer irgendwie zu kurz.
00:40:51: Ja genau!
00:40:53: Genau!
00:40:54: Das ist so ne?
00:40:56: Thema Struktur natürlich ein Riesenthema bei uns wo ich angefangen bin.
00:41:04: Wenn ich mich daran in Sinne... Struktur ist für mich ein Riesenthema, wir und ich sind seit meinem zwölften Lebensjahr in der Jugendfeuerwehr.
00:41:13: Da auch aktiv habe da mittlerweile schon etliches an Führungsaufgaben gehabt unter anderem auch sehr viele Führung leergänge besuchen können von Gruppenführer über Zugführer und gewisse Weiterbildungen genossen.
00:41:26: die Struktur dahinter das kann man auch in unserem Organigramm eigentlich gut nachvollziehen.
00:41:32: Ist im Endeffekt eine Struktur in weiten Teilen.
00:41:35: daher rührt, das vernünftig zu klassern und zu trennen so dass es auch händelbar ist.
00:41:42: Ich bewundere immer die Leute, die einen Betrieb haben mit dem GmbH und nur einem Geschäftsführer oder zwar mehreren Geschäftsführern.
00:41:52: Ich stelle mir dann immer die Frage der inneren Struktur dieser Unternehmen und wie lässt sich das Ganze vernünftig steuern?
00:42:02: Werde und kann das so erstmal nicht teilen, weil jeder muss für seinen Aufgabenbereich A seine Zuständigkeiten haben.
00:42:08: Wir haben jetzt Anfang des Jahres auch unsere Struktur nochmal überarbeitet damit sie noch weiter skalierbar ist, handelbar bleibt und auch übersichtlich ist, weil wir eine relativ flache Führungsstruktur haben Und dass ja es natürlich immer unternehmensspezifisch.
00:42:27: Aber dennoch muss klar sein Wofür bin ich zuständig, wofür nicht?
00:42:33: Und das ist ein Thema was man nur zusammen bearbeiten kann.
00:42:37: Das haben wir im letzten Jahr mit der Führungsmannschaft die wir auch erweitert haben in einem halbjährlichen dreivierteljährlichen Prozess erarbeitet.
00:42:49: Welche grundsätzlichen Aufgaben gehören zusammen und was passt besser zusammen als noch vor fünf Jahren?
00:42:58: Ja genau!
00:42:59: Diese Evaluation muss man auch mal wieder machen.
00:43:01: Das ist super wichtig!
00:43:03: Also richtig cool für eine.
00:43:04: Danke, dass du das Stichwort gegeben hast.
00:43:05: Wären wir definitiv darauf eingegangen, weil wir wissen, dass die Ehrenamt so wichtig ist und nicht nur aus Ehrenamten soziale Verantwortung heraus.
00:43:15: Das natürlich auch, aber ich finde auch diese umgedrehte Perspektive wie du es jetzt genannt hast wir hatten das ja auch so in unserer letzten Folge im Sport dass das hier auch im Sport den ähnlichen Effekt hat.
00:43:27: wenn man da Leute auch in Trainerpositionen und die auch quasi in Führungsverantwortung das sind total viele Skills die für unsere Unternehmen auch super wertvoll sind bin ich total spannend dass du das aus der Feuerwehr so erzählst.
00:43:41: das ist so dein Weg.
00:43:42: nimmst du das wahr gibt's euch viele oder siehst du das auch, dass so eure Führungskräfte viele auch diese Erfahrung aus anderen Lebensbereichen mitbringen?
00:43:50: Sicherlich.
00:43:52: Wir haben viele, ich sag mal bei Friedlmann sind es jetzt glaube ich, dreizehn bis fünfzehn Feuerwehrleute die sich jetzt auch über Tag in Klaus-Heide quasi engagieren.
00:44:00: wenn's da brennt gehts dann auch los und ist der Betrieb halt ein bisschen leerer.
00:44:03: aber da stehen wir natürlich auch für... Ich glaube schon, dass gerade Team Sport, Team Mannschaft egal ob es Volleyball, Basketball oder Fußball dazu führt, dass man irgendwann zu der Erkenntnis kommt, dass es nur zusammen geht.
00:44:16: Nicht alleine und das Spotlight auf der ganzen Mannschaft stehen muss und nicht nur auf einzelnen Spieler.
00:44:22: von daher... Das ist für mich ganz wichtig.
00:44:25: Ehrenamt ist ein Thema dem ich eigentlich immer schon sehr offen gegenüberstand.
00:44:30: jetzt habe ich jahrelang den Obermeister Elektroinnerung in einer Graschaft machen können was mir sehr viel gebracht hat schönes gutes Netzwerk aufzubauen Aber nichtsdestotrotz auch für die Belange einzustehen, derer, die vielleicht nicht ganz so laut sind oder sich vielleicht auch nicht so häufig zu Wort melden mögen um das zu tun.
00:44:49: Das ist jetzt seit einigen Jahren so dass ich den Kreis Handwerksmeister gemacht habe.
00:44:54: Den Obermeister hab' ich jetzt abgegeben aber in vollem positiven Konsens weil ich gemerkt habe, der Fokus muss auf dem Handwerk als generell stehen und ich hab dann hier und da vielleicht auch mehr Zeit ... für das komplette Handwerk in der Grafschaft Bentheim.
00:45:13: Und das geht den Emsen an, denn ja genauso wir sind da im guten Austausch... Du bist auch was Grafshandwerkerschaft und Handwerkskammer da ist.
00:45:21: Zumindest haben wir jetzt wieder.
00:45:22: also ich muss mich... Ich sag mal, ich habe mich jahrelang auch echt schwergetan weil ich gemerkt hab dass Verkrustete.
00:45:29: und dann habe ich eher gesagt ich wendet mich ab.
00:45:32: und jetzt gerade in den letzten Jahren habe ich wieder gemerkt ey man muss doch vielleicht mal an dieser Kruste kratzen.
00:45:37: Und wenn da ein bisschen Blut kommt, dann seht man das lebt noch da!
00:45:39: Ja und wie immer nicht jammern sondern selber sich auch engagieren und was tun.
00:45:43: Ich hab jetzt nochmal gerade wir haben unseren Erinnerungsobermeister nach achtzehn Jahren glaube ich als erster Vorsitzender verabschiedet und jetzt den neuen in Amt und würden gehieft in der letzten Versammlung.
00:45:52: und da muss man einfach sagen... Da muss man auch dahinterstehen und sagen hey es ist gut dass es Menschen gibt die das tun und man muss selber auch ich sag mal bereit sein mit zu helfen und mit anzupacken.
00:46:02: Ja, das Thema Erinnerung können wir darüber diskutieren ist nicht immer einfach und in den letzten Jahren auch schwieriger geworden die Leute zu motivieren.
00:46:12: Aber es ist ja ein Netzwerk was wir haben und was wir vielleicht auch in der heutigen Zeit ganz anders nutzen müssen als es noch vor zwanzig dreißig Jahre vor fünfzig Jahren der Fall war.
00:46:22: Und wir haben einen Hebel den wir irgendwie ansetzen können damit wir merken Ja, nur gemeinsam geht's und da bin ich total bei dir.
00:46:31: Es braucht immer einen der ein bisschen den Hut auf hat und die Führung übernimmt.
00:46:35: aber ich sag mal Fußball ist das beste Thema.
00:46:38: gestern wie gesagt erste WM Spiel sieben als gewonnen sehr gut.
00:46:42: Aber auch da ist ganz klar der Trainer steht am Rand und koordiniert das ganze.
00:46:45: aber jeder auf dem Platz weiß was er zu tun hat Und die Rollen müssen klar sein und es ist egal, ob das im Ehrenamt ist.
00:46:50: Du hast gerade gesagt bei der Feuerwehr auch wenn da alle wild loslaufen würden würde kein Brand gelöscht werden.
00:46:55: also da muss auch klare Strukturen und dass es im Team Sport genauso und das haben wir im Unternehmen bei uns genauso.
00:47:00: Das ist echt herausfordernd und ich finde Da muss man immer den Hut vorziehen ehrenamt egal in welchem Bereich Ich mich engagiere und das finden wir auch im Unternehmen unheimlich wichtig Dass man diesen freiraum den menschen gibt dass man dann auch sagt ja Wir wollen dass wir unterstützen das auch.
00:47:16: Aber auch da ist es immer klar, in welchem Rahmen man das machen muss.
00:47:22: Muss das klar sein?
00:47:22: Und man muss miteinander reden!
00:47:24: Das habe ich gesagt kann man vieles erreichen.
00:47:26: und ich finde gerade bei der Innung letztes Beispiel vielleicht, wenn man dann miteinander spricht, dann kommt man auch... Ich hatte damit in unserem Innern uns Obermeister gesprochen, der hat gesagt Christian weißt du noch, ich war vor fünfzehn Jahren bei euch mal als Praktikant im Büro.
00:47:37: Oh!
00:47:38: Lange
00:47:38: her
00:47:40: so richtig Andreas gleich wie dich erinnert.
00:47:42: aber Das ist dann ja auch, wo ich dann sage ey cool und da kommt man auch miteinander zu.
00:47:46: Und dann tauscht man sich aus genau was du gesagt hast Dann baut mal ein Netzwerk auf und das ist vielleicht einen Punkt wo ich dich hin wollte.
00:47:52: wichtig ist Ja dass wir heutzutage viel mehr gemeinsam übergreifend also Ich sag mal bei uns in ich sag mal früher war es ich sag Mal Gas Wasser Jetzt ist fast nur noch Elektro- und Wasser.
00:48:06: Also Wir müssen vielmehr miteinander reden und das finde ich auch Bei euch ihr seid ja.
00:48:12: Es zeigt ja wie sich Elektro-Handwerk auch verändern kann.
00:48:16: Es ist ja nicht mehr, dass ich lege nur eine Strippe irgendwo hin und dann hab' ich zweihundertdreißig Volt', sondern die Vernetzung ist so brutal geworden, dass man das nur gemeinsam schafft – und das ist auch Gewerke übergreifend!
00:48:27: Und
00:48:28: die Grenzen?
00:48:29: Die Verschwimmen ...
00:48:30: Das finde ich so spannend, dass wir dann noch sagen können, gemeinsam schafft man das und vielleicht auch Landkreisübergreifend, wo man dann sagt, ey, wir tauschen uns aus... eigentlich ganz guter Dinge.
00:48:42: und habt du das Gefühl, dass es so in die richtige Richtung geht?
00:48:45: Dass alle irgendwie merken.
00:48:46: wir müssen was tun.
00:48:47: Wir müssen enger zusammenstehen und wir müssen die Sachen gemeinsam angehen.
00:48:51: Ja da bin ich bei dir.
00:48:52: Was ich für mich persönlich merke ist im Bereich der Handwerkskammer und auch im Bereich des Handwerkerschaften dieses Kirchtumdenken verlässt verlässo langsam die Tische beziehungsweise kommt in den Köpfen an, wenn wir dann als starkes Handwerk dastehen wollen Ja, das nur gemeinsam schaffen.
00:49:14: Da ist es auch letztlich egal und wir sind auf Kreisebene bei uns auch mit den anderen Wirtschaftsverbänden im Kontakt und dem Austausch.
00:49:22: Und da ist nicht mein und dein Mitglied sondern das ist die Garschaft Bentheim, die wir als Gänste nach vorne ziehen wollen und die wir dann halt auch größer machen wollen.
00:49:33: zeigt sich mittlerweile auch in Aktionen des Landkreises, gerade bei der Landkreis Graschow-Wendheim.
00:49:38: Das ist eine kampusberufliche Bildung.
00:49:39: kann man sich vielleicht mal angucken wo Konzepte erarbeitet werden die der Region helfen und nicht nur einzelnen Gewerken.
00:49:47: also dieses einzelne Pflasterkleben was wir gehört haben das ist halt ich sage mal Engänze hilft einem das nicht weiter.
00:49:54: dem einen geht es gut im anderen geht schlecht.
00:49:56: richtig dass die Region als solches gerade dasteht und nach vorne kommt.
00:50:01: Ja, und wir sind ja schon... Und das sagen wir auch.
00:50:04: Ich will nicht sagen in jedem Podcast oder jeder Folge aber Wir leben gerne im Emsland und du auch gerne in der Grafschaft?
00:50:09: Ich glaube, wir haben...
00:50:11: Wie sind wir alle Emslands?
00:50:12: Was hast Du vorhin noch
00:50:13: gesehen?
00:50:13: Ja ich glaube mal nachdem der Bundeskanzler hier oben
00:50:17: war und Enten
00:50:18: auch schon zum Emslern zählen wird die Grafschaft auch
00:50:21: mit rein nehmen.
00:50:23: Ja, also ich glaube es ist einfach eine Region die einfach lebenswert ist und ich glaube auch je mehr wir uns miteinander austauschen, je besser wird das Ganze.
00:50:33: Und ich sage mal ja manchmal schaue ich tatsächlich neidisch auf Metropole-Regionen wo ich dann sage wenn nicht im Speckgürtel von Hamburg sitze ist vielleicht Dinge einfacher oder Wege sind kürzer aber auf der anderen Seite haben wir so tolle Regionen hier die uns so viel bietet und die auch Potenziale aufzeigt.
00:50:51: Also was die nächsten?
00:50:53: Also wenn du sagst, ihr wollt nochmal weiter skalieren.
00:50:56: Ich glaube das macht er ja auch weil einfach die Region eine tolle Perspektive hat für die nächsten Jahre Die Entwicklung der Landkreise in denen wir wohnen.
00:51:04: ich glaube dass es wirklich Ja Also richtig vorzeigbar.
00:51:08: Und
00:51:08: die mit Ruhelregionen haben dafür andere Herausforderungen?
00:51:10: Nein, da müssen wir jetzt mal ganz deutlich sagen.
00:51:12: Die Probleme oder Herausforderung
00:51:13: haben sie auf jeden Fall auch und ich weiß nicht ob ich die Herausforderungen gerne mit denen herausfordernden, die wir hier vor Ort haben teilen
00:51:18: will.
00:51:19: Da gibt es noch andere schönere Probleme, die man dann lösen darf.
00:51:22: Genau.
00:51:23: Und das Thema Ausbildung nach Nachwuchshörderung, Nachwuchsthemen, das ist ein Thema natürlich der, die sich ja auch die Akademie angeht annimmt.
00:51:32: Wir haben auch Mittlerweile sehr viele Queransteiger, die wir dann auch zur Elektrofachkraft weiterbilden bzw.
00:51:38: eine quasi in Anführungsstrichen Umschulung anbieten, dass wir daraus dann Elektro Fachkräfte machen, die für unseren weiteren Werdegang gemeinsam mit denen gehen können.
00:51:49: und da investieren wir und da gehen wir auch in den Invest.
00:51:52: Jeder merkt das ist ja das Paradoxon.
00:51:56: eigentlich sind sie alle in Vollbeschäftigung.
00:51:58: Die Boomer gehen jetzt gerade erst Da natürlich auch ein paar Boomer vorn, aber eher weniger.
00:52:06: Wir haben irgendwo einen Durchschnittsalter von thirty-sechsetzeunddreißig Jahren bei uns im Unternehmen also viele junge Leute und wenn man mal guckt was Ausbildung für uns bedeutet sind wir irgendwo über drittel, also über dreidreisig, glaube ich so mit fünf drei sechszig Prozent der Leute die bei uns sind, haben wir uns auf ihre Lehre gemacht.
00:52:25: Das heißt für uns ist das ja Wachstumsmotor und Zukunftssicherung zugleich.
00:52:33: Das ist für uns ganz wichtig, dass das einen hohen Stellenwert hat wenn nicht sogar den Stellenwert der uns dahin gebracht hat wo wir jetzt gerade sind.
00:52:42: Ja,
00:52:43: und ich meine das ist ja eine Unternehmen wie wir.
00:52:46: Wir werden ja auch gerade in Zukunft so dass es ja auch immer unser Thema unsere Märkte und das bei euch ja genauso.
00:52:52: naja genau so würde ich nicht sagen ihr habt natürlich noch mal einen ganz anderen Markt als wir aber die Welt verändert sich gerade.
00:52:59: Nur durch junge Leute, die nächste Generation ranzuführen.
00:53:06: Die für sich zu begeistern und uns Handwerk zu bringen haben wir auch eine Chance von Zukunftsfähigkeit.
00:53:13: Das sehen wir bei euch total.
00:53:15: Ich finde das faszinierend!
00:53:17: Ihr seid ein gutes Beispiel dafür wie es dann aufgeht.
00:53:20: Wie man merkt, ihr betrachtet das Gesamtkonstrukt, was ihr tut, wofür ihr steht, wie ihr es macht mit all den Strukturenprozessen aber auch dem Blick auf den Einzelnen.
00:53:32: Sonst kann man ja auch in so kurzer Zeit nicht so schnell wachsen, sonst ist das gar nicht möglich wenn man nicht eine Streikraft hat und Menschen für sich begeistern kann.
00:53:40: Und du hast jetzt Ausbildung schon angesprochen für uns ein super wichtiges Thema eigentlich Herzensthema können wir auch nicht anders sagen und da sehen wir bei euch ja auch Was würdest du sagen, ist es dieses Ganze oder was sind die stärksten Effekte, die darauf eingezielt haben?
00:54:03: Du hast dich ja auch verändert, du bist so schrittweise auch in dein Job so gekommen.
00:54:08: Und wir merken das bei uns hier auch und das ist ja jetzt auch noch.
00:54:11: ich glaube es können wir alle unterschreiben dass wir jetzt immer noch dazu lernen, dass wir uns verändern und irgendwas sehen hören durch Netzwerk, durch Dinge die wir tun wenn wir mal aus unserer Bubble raus sind ach cool so machen dies.
00:54:23: vielleicht kann man's bei uns auch machen dann macht das ja auch Spaß wenn man so Impulse kriegt.
00:54:27: Was würdest du sagen, hat so mit auch oder welche Veränderungen bei euch?
00:54:31: Bei Friedlmann in den letzten Jahren waren die größten Effekte.
00:54:36: Dass das jetzt auch so ist wie es bei euch so ist nicht nur Quantität sondern auch Qualität.
00:54:42: Das betont sie ja immer wieder dass ihr wirklich gute Leute habt also sowohl fachlich und menschlich.
00:54:49: Ich versuche das mal im Einsatz zusammenzufassen.
00:54:53: wenn Du Leute Kollegen Mitarbeiter hast Bock haben was zu machen, dann musst du die auch einfach mal machen lassen.
00:55:01: Und vor allen Dingen das hat mein Vater mir immer gesagt Erfahrung kann man leider nicht vererben.
00:55:08: Absolut!
00:55:09: Die musst du selber machen.
00:55:11: schnell hinfallen aber noch schneller wieder aufstehen ist glaube ich da der richtige Ansatz um weiterzukommen.
00:55:18: und das ist glaube Ich auch ganz wichtig aus dieser Meckaposition rauszukommen die Ärmel hochzukämpeln unselber anzupacken und das zu verändern, was einstört.
00:55:29: Dann kommen wir glaube ich alle zusammen dahin um das einfach ein Stück besser zu machen als vielleicht andere Unternehmen.
00:55:36: Und da gucke ich dann mal zu den großen Playern die jetzt da sind.
00:55:40: wenn man sich dann deutschlandweit den Verfall der Arbeitsplätze anguckt Da wird dann schon Angst um Bange.
00:55:47: Beziehungsweise kommt man dann stark ins Nachdenken.
00:55:50: Da werden hier mal Zehntausend Stellen abgebaut unsere beiden Firmen oder auch unsere Firmen in zehn hundert Faktoren überschreitet, was da auch für hinterhängt.
00:56:04: Und das ist das, was mich extremst motiviert, ist immer dass
00:56:10: ich
00:56:10: mach' das ja nicht für mich sondern ich arbeite für bald zwei Hundert Familien dafür arbeiten und durch die Entscheidungen, die wir alle gemeinsam trennen...
00:56:21: So viel Menschenarbeit.
00:56:22: Das haben wir jetzt auch noch mal, du bist ja auch als Geber.
00:56:26: Das ist ja auch was ganz Wichtiges.
00:56:27: Du hast vorhin ja auch schon angesprochen dass alle die Möglichkeit eines guten Jobs haben.
00:56:32: Die Möglichkeiten haben ihre Familien auch versorgen und
00:56:35: man darf da ich glaube das ist schon was du gesagt hast immer sehr dankbar dafür sein, dass man ein solches Team hat mit dem man arbeiten darf ... ein Blick nach vorne nehmen kann, ohne Angst zu haben.
00:56:45: Weil ich sag mal da eine Perspektive ist und genau wie du gesagt hast im Moment... ... wenn man Zeitung aufschlägt,... ... ja, da kann einem schon mal Angst um Bange werden.
00:56:54: Und ich tue mich auch immer schwer damit.
00:56:57: Ich sag mal wir haben es vergangenheit auch schon gehabt.
00:56:59: Früher sind uns Leute weggelaufen zur Industrie... ...und jetzt ist die Bewegung wieder umgekehrt.
00:57:03: aber ich habe auch schon gesagt,... ...man muss auch schauen ob man die Leute wieder integriert bekommt.
00:57:07: Also nicht nur jetzt von Gehaltsvorstellungen sondern auch technisch!
00:57:12: Ich sag mal, das Arbeiten egal ob es an der Heizung ist oder ein Elektroschalt schränken.
00:57:17: Ist was anderes als irgendwo an einem Band zu stehen und was machen?
00:57:20: Und da hab ich auch gesagt Der Mensch muss sich dann verändern und er muss wollen wenn er will.
00:57:23: genau wie du sagt hast Wenn man will kann man ganz viel erreichen und ich glaube dass ist das wo wir jetzt schauen müssen Wie kriegen wir die Menschen mitgenommen dass wir in diese ich glaube eigentlich ganz gute Perspektive im Handwerk Die wir egal ob der Elektroseite oder auch bei uns in der Gebäudetechnik Klassisch im Heizungssektor oder Kältesektor wo wir echt Potenziale haben.
00:57:44: Und wenn wir da die Menschen motivieren können, auch die jetzt noch vielleicht sich das gar nicht vorstellen können im Handwerk zu arbeiten und sagen, komm mal vorbei!
00:57:51: Machen wir einen Tag und dann sage ich, ey kann echt spannend sein und richtig cool und nette Menschen arbeiten.
00:57:56: Auf jeden
00:57:57: Fall.
00:57:57: Da hat sich das Handwerk tatsächlich glaube ich in den letzten zehn, zwanzig Jahren stark verändert.
00:58:02: war vielleicht immer so ein bisschen verrufen oder der Ruf der war nicht so der allerbeste was das Handwerken angeht.
00:58:08: aber hab in meiner Vergangenheit oder ich sag mir in den zwanzig Jahren, wie ich jetzt aus Schwier bei vielmann bin kennengelernt das doch Verlässlichkeit, Kontinuität und vor allen Dingen beharrlich an die Dinge zu arbeiten einem manchmal auch vielleicht ein bisschen weiterhilft.
00:58:25: immer nur den neuesten Trend hinterherzulernen.
00:58:28: Und man merkt ja auch gerade nicht nur, du hast gerade gesagt so aus der Industrie generell auch in Richtung Ausbildung und auch Studium dass das da sich was in einer Gesellschaft jetzt auch tut und auch in den Köpfen tut wie Handwerk gesehen wird.
00:58:42: also wir haben es ja auch schon mehrfach hier gesagt ich bringe auch mal so mein Beispiel so unsere beiden also jetzt Christian und meine beiden sagen mal Generation vor uns kommen aus dem Handwerk Und das, also auch wenn ich noch so in meiner Kindheit ... Da fing das vielleicht an.
00:58:59: Aber hier war es vor, da war das noch was!
00:59:01: Der Handwerksmeister, der Brief hing dann da und irgendwann ist das gekippt.
00:59:05: Ich meine, da gibt's ganz viele Gründe... Diese schulrechtliche
00:59:09: Form auf den Siebzigern.
00:59:11: Da kommen wir wieder hin?
00:59:13: Absolut, das sehe ich!
00:59:14: Und ich seh jetzt wirklich diesen Rückwärtstrend der letzten Jahrzehnte.
00:59:19: Klar einerseits haben die Handwerkskammern ... Christian's Onkel Peter war da ja auch ganz aktiv Das weiß ich immer noch als er noch gelebt hat und wir ganz viel darüber gesprochen Die so großen Kampagnen fürs Handwerk und so.
00:59:32: Das wurde am Anfang ja noch belächelt.
00:59:33: Genau, das hat er mir auch erzählt.
00:59:34: Das ist ja, weiß ich, fünfzehn Jahre her oder so.
00:59:38: Das habe ich auch das Gefühl, dass sich da wirklich gesellschaftlich wirklich was tut.
00:59:44: Nimmst du das auch so wahr?
00:59:45: Ich nehme das absolut so wahr und dass es sich da gesellschaftlicher was tut und jeder... Ich sage mal, ich bin selbst Vater von drei Kindern die jetzt der älteste ist, siebzehn, die sich jetzt entscheiden müssen.
00:59:57: Welchen Weg gehe ich denn?
00:59:59: Und was mache ich dann?
01:00:00: Grundwegs finde ich ist immer der praktische Bezug zu dem, was man tut und dem, das man lernt.
01:00:07: Immer ganz wichtig!
01:00:07: Und eine handwerkliche Ausbildung egal, was wir danach auch tun mag im Studium oder sonstiges bildet ein Fundament... Was
01:00:15: immer da ist?
01:00:16: ...was
01:00:16: immer da is und wo auch wirklich dann, ich sag mal hohe Mauern drauf gebaut werden können weil anders bin ich ja auch nicht groß geworden.
01:00:23: Ganz genau.
01:00:25: Wir wissen das.
01:00:26: aber der Unterschied ist ja dass die in den letzten Jahrzehnten ganz ganz viele das nicht wussten und denen das nicht so klar wird.
01:00:33: Den Unterschied sehe ich jetzt langsam.
01:00:34: Das war so pö a pö, so langsam auch in deren Köpfen das so langsam ankoppt und bei denen was wir mal sagen den Influencern quasi der jungen Leute die können ja gar nicht dafür da gibt es ja auch ganz viele Studien dass die Entscheidung von jungen Leuten was ich jetzt mache Ich gehe ein Studium ich geh ins Ausbildung ganz, ganz vielen Fällen nicht bei denen liegt.
01:00:53: Sondern dass wirklich, wirklich wenn Eltern, in erster Linie Eltern aber ich sag mal ab unmittelbare Bezugspersonen, wenn die wirklich Einfluss nehmen das der Einfluß so groß ist, dass junge Menschen da ganz oft... Das haben wir auch umgekehrt schon erlebt.
01:01:10: Wir kennen ja Leute, die sagen echt wäre sogenannte ins Handwerk gegangen.
01:01:12: Jeder hat mir gesagt hey macht es nicht, mach Abitur, geh studieren und der Einluß ist so groß.
01:01:19: Das finde ich, ist grade so was Allerwichtigste.
01:01:22: Was ich gerade sehe das in den Köpfen nicht der jungen Leute in den Köpfen der Einflussnehmer der Eltern Lehrer und soweit dass sich da gerade verändert.
01:01:30: aber Ich würde sagen ihr und wir können auch sagen so als Unternehmen wie tun wir sind tun ja auch ganz viel dafür wird.
01:01:37: Wir
01:01:38: gehen ja in die Sichtbarkeit
01:01:39: Ganz genau
01:01:40: an die Schulen ran An den Info Veranstaltung um den Menschen das klar zu machen.
01:01:45: Und ich finde immer wieder Das sehe ich immer bei den Praktikanten auch bei uns, dass sie sich das häufig gar nicht vorstellen können.
01:01:51: Und das ist das Schöne, dass man nach einem Tag oder einer Woche oder zwei Wochen wirklich sagen kann jetzt weiß ich was das bedeutet im Handwerk aktiv zu sein und was ich immer wieder gut finde es am Ende des Tages zu sehen, was habe ich getan?
01:02:05: Und das für jeden find' ich ein total tolles, ich sag mal eine Erkenntnis wo viele glaube ich gerade die aus der Schule kommen und sagen ja wofür hab ich gelernt?
01:02:14: Wofür habe ich eine Arbeit geschrieben wenn die so meinen Tag mit auf der Baustelle waren.
01:02:19: Jetzt habe ich richtig was geschafft
01:02:21: und können zufrieden
01:02:23: einschlafen.
01:02:24: Und das ist ja auch Thema, was manche Ausbildungsberufe, die rein theoretisch gelagert sind oder Studiengänge, die gerade in Zeiten von KI unter einem sehr disruptiven Licht erscheinen lassen.
01:02:41: Eine handwerkliche Ausbildung ist ein Fundament, was wir gerade schon mal hatten dass es darauf einzahlt auch in Krisenfällen resilient zu sein und resilient bleiben zu können, um drauf zu da raufzubauen.
01:02:55: Und ein Studium ist ja auch nicht weg.
01:02:56: Danach kannst du immer studieren.
01:02:58: Das war alles gut.
01:02:59: Ganz genau.
01:02:59: Alle
01:02:59: Möglichkeiten.
01:03:00: Die brauchen wir auch.
01:03:01: Ja,
01:03:01: ganz genau!
01:03:02: Und Handwerk ist so – das ist mir ja auch immer so wichtig – Die Handwerker reden ja nicht so viel darüber.
01:03:08: Bei uns übernehme ich das dann, wer muss es tun?
01:03:13: Aber ... Es kolportiert.
01:03:15: soviel Haltung!
01:03:16: Soviel Werte!
01:03:19: Das muss nicht immer direkt benannt werden, sondern im täglichen Tun, im Miteinander für den anderen einstehen.
01:03:25: und genau was wir gerade gesagt haben, Ehrenamt
01:03:27: usw.,
01:03:29: das sind so viele Themen.
01:03:30: und dieses Zufriedenheitsgefühl am Ende des Tages... Ich finde, das ist schon Wahnsinn.
01:03:38: was wo ich so ganz auf das bedürfnis habe.
01:03:39: Ey Leute die damit zu wenig zu tun haben den dass auch klarer zu machen, unsere Welt quasi nach außen zu tragen.
01:03:47: Und ich finde ihr macht das mega und wie gesagt wir gucken da schon immer auf euren ganzen Accounts und so was ihr von innen zeigt und ich glaube dass sowas hat auch ganz viel Impact plus natürlich Empfehlung und das ist bei euch genauso wie bei uns, dass eure Leute dann ja auch nochmal den Bruder, den Kursengen, den Nachbarn, den Klassenkameraden was ich nie mitbringe oder?
01:04:11: Und wenn das passiert, sind wir nicht nur sehr stolz darauf.
01:04:15: Sondern wir freuen uns wirklich darauf dass die Leute, die bei uns arbeiten, die Kolleginnen und Kollegen, die mit uns arbeiten gemeinsam auch an der Zukunft des Unternehmens interessiert sind und nicht sagen da geh ich morgens hin und nach Vio hau ich dahin.
01:04:30: Ich steppe gerade noch einmal durch in der Milch weg.
01:04:32: Das ist für uns halt wichtig.
01:04:34: Und glaube, das haben Den großen Unternehmen, Industrie will ich gar nicht sagen.
01:04:41: Aber den großen Unternehmen voraus dass wir im Handwerk auf jeden Fall den Kollegen die Mitarbeiter nicht als Nummer sehen sondern wirklich dem Menschen dahinter sehen.
01:04:53: Wege kürzer und auch pragmatische Lösen in jeder Lebenslage.
01:04:57: dann nochmal
01:04:58: Wenn du jetzt mal wenn wir mal so wirklich Richtung Schlussspurt jetzt kommen wenn du jetzt mal so nach vorne guckst.
01:05:07: Ich will das gar nicht auf einen Thema so eng fühlen, sondern dass du für dich mal so überlegst aus deiner Perspektive als Geschäftsführer bei Friedlmann.
01:05:15: Du hast gerade gesagt, du hast deine eigene Familie im Blick und deine große Familie, dein Unternehmen mit allen Menschen, die da beteiligt sind.
01:05:24: Und man muss ja immer ... Du hast es vorhin auch schon angesprochen, die Familien dahinter mitdenken.
01:05:29: Das sind ja nicht nur fast zwei Hundert Leute, die bei euch arbeiten, Das checken ja auch deren ganzen Familie und die sind genauso eng mit euch verbunden.
01:05:36: Wenn du das ganze Thema, was wir ganz am Anfang hatten, euer Kerngeschäft?
01:05:43: Was ihr tut, wofür ihr steht wenn du all das mal so betrachtest?
01:05:47: Was würdest du sagen in den nächsten Jahren?
01:05:49: Und ich sag mal auf Wir haben Strukturen um Prozesse zwar angerissen aber auf Digitalisierung KI usw.
01:05:55: Sind wir jetzt gar nicht eingegangen.
01:05:56: Ich glaube dass es uns allen irgendwie auch klar, dass das Tools sind an denen man dran bleiben muss und das weiß ich, dass es euch genauso wie bei uns ist.
01:06:04: Dass ihr Dinge ausprobiert und dass man guckt wo kann man sich verbessern?
01:06:07: aber auch jetzt nicht total verrückt machen lässt oder auf jeden Zug aufspringt.
01:06:11: Aber wenn du alles mal so betrachtest was würdest du sagen?
01:06:13: Sind die größten nächsten Schritte der nächsten Jahre die für dich und euch so anstehen
01:06:20: Für uns?
01:06:22: Es ist natürlich gerade in der Elektrotechnik oder bei uns in unserem Segment sehr stark herausfordernd das ganze Thema Cyber Security, Cyber Sicherheit nochmal auf den Briefstand zu stellen weil die energetische Infrastruktur halt auch immer digitaler wird und dadurch wird sie natürlich auch angreifbarer.
01:06:38: Damit meine ich jetzt nicht unbedingt den Grillanzünder unter der nächsten Stromtrasse sowie in Berlin gesehen aber man merkt doch wie verletzlich dann doch so eine Achillesferse sein kann.
01:06:51: Das ist ein Thema, wo wir als Handfax-Unternehmen oder wir als Unternehmen hinterherkommen müssen.
01:06:54: Das heißt auch da die EU-Regulaturik oder die Regulatorik.
01:06:57: Als solches wird immer anspruchsvoller.
01:06:59: dafür brauchen wir Kolleginnen und Kollegen, die sich dieser Herausforderung dann auch widmen.
01:07:06: KI du hast es angesprochen das ist für uns natürlich auch ein Thema wo wir da sind Und ich sage mal vielleicht so ein bisschen man kann auf fahrende Züge aufspringen Man muss aber dennoch gut überlegen was man im punto KI Und Datensicherheit, beziehungsweise wo sind die Daten denn überhaupt?
01:07:23: Die ich dann habe und produziere.
01:07:25: Wo kommen sie hin?
01:07:26: Das ist für mich so die Herausforderung wie kommen wir dahinterher?
01:07:30: Wie können wir da Schritt halten?
01:07:32: Da ist auch das Thema bei uns eine Technik Abteilung, die sich rein weg um diese Themen kümmert.
01:07:39: Da sind Nachwuchs weiterhin.
01:07:42: Letztlich sind wir von diesem Boomer-Werkgang jetzt nicht ganz so getroffen.
01:07:45: natürlich verlassen unsere nächsten Jahren ein paar Menschen und wettgeschätzte Kollegen, die dann auch ihre Rente verdient haben.
01:07:54: Lass mich das mal so ausdrücken!
01:07:57: Da stellen wir auch keinen Zweifel dran den Nachwuchs weiterhin hungrig auf Technik zu machen, hungrig auf neue Projekte zu machen und vor allen Dingen – und das ist glaube ich ganz wichtig – positiv in die Zukunft zu gucken.
01:08:12: Wir können nicht nur immer nach Berlin schimpfen sondern wir müssen versuchen hier lokal besser zu machen.
01:08:21: Und die Hebel
01:08:21: gibt es?
01:08:21: Ja, und die Hebe gibt es, das lokalbesser zu machen... ja also wir müssen natürlich auch in Berlin was passieren ist richtig auch in Hannover oder bei uns in Nordrhein im Kreistag und Koch sicherlich auch aber auch da ich sage mal nicht negativ zu denken sondern positiv nach vorne zu gucken um die Sachen einfach anzupacken.
01:08:42: Wenn du jetzt noch einmal so als Schlusswort auf wofür soll Friedelmann so in diesem Ganzen stehen, was würdest du sagen?
01:08:48: Ich glaube, da passt unser Spruch ganz gut.
01:08:50: Die wäre, ich sage mal nach unserer Logo-Enderung die wir auch schon seit fast viertundzwanzig Jahren hatten wie unser altes Logo.
01:08:56: jetzt haben wir ein neues Logo das heißt wir elektrisieren Zukunft und das ist nach vorne gerichtet.
01:09:03: es ist positiv nicht nur auf Elektrotechnik sondern auch auf das Mindset der Mitarbeiter ist gemünzt
01:09:12: denn wir
01:09:13: wollen elektrisierend wir wollen nach vorne und haben ja Hunger auf mehr.
01:09:18: Das ist doch mal so ein richtig schöner Schlusssatz.
01:09:21: Vielen vielen Dank, dass du da warst!
01:09:22: Danke dir fürs Gespräch und wir werden das sicherlich an vielen anderen Stellen weiter fortsetzen.
01:09:28: Vielen Dank euch beiden
01:09:29: und ich leere immer mehr.
01:09:31: vom Gas-Wasser-Installateur werde ich immer mehr zum Elektriker.
01:09:35: Also vielen Dank!
01:09:35: In der Weiterbildung können wir ja auch
01:09:37: anwählen.
01:09:37: Tschau
01:09:40: tschau!
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